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Tour Review ...

Als ich meine Estrella gekauft hatte
war ich so begeistert von ihr

von Ratz

Als ich meine Estrella gekauft hatte war ich so begeistert von ihr das ich zwei Wochen später mit ihr von Hamburg via Landstraße über Andorra nach Spanien fuhr.
Seitdem wurde die Kleine überwiegend auf Kurzstrecke und im Winter gequält. So konnte es nicht weitergehen! Das hat sie nicht verdient!

 
Also schnell gepackt und am 1.Mai (würg) fluchtartig Berlin Richtung Süden verlassen. Ich auf der Kleenen mit mod. Vergaser und 17er Ritzel, meine Freundin auf ihrer LS650.
 
Unser Motto:
- niemals AUTObahn
- nur eine winzige Landstraße ist eine gute Landstraße

Unsere Parole:
!!!Wir sind die Schnecken der Landstraße!!!

 
So bringen uns, TomTom sei Dank, kleine Sträßchen über das Elb- sandsteingebirge zum Erzgebirge. Von dort aus immer der tschechischen Grenze längs in den bayrischen Wald.
Und schwupps: plötzlich sind wir in Österreich. Unser Zelt steht nun am Mondsee, vor uns die Alpen. Weiter sollte es über das Defereggertal nach Italien gehen.
 

Ein netter Pass führt uns nach oben, genialerweise sind wir die Einzigen auf diesem schönen Sträßchen! Oben angekommen wissen wir warum: die Italiener haben ihre Seite noch nicht geräumt. Sackgasse! Da es schon etwas spät ist suchen wir uns ein Zimmer. Wir haben Glück und landen in einem historischen Gasthaus. Das gefällt uns so gut das wir noch eine zweite Nacht bleiben.
 

Den Großglockner »erledigen« wir von dort aus als Tagestour, um auch mal ohne Gepäck zu fahren. Letztes Jahr waren wir dort im August. Es war grauenhaft, Bus an Bus, ein Rummel wie auf der Kirmes, oben hätte nur noch der McDoof Drive-Inn gefehlt. In der ersten Mai-Woche bietet sich jetzt ein anderes Bild:
Wir sind fast die Einzigen, der Pass wurde gerade erst geräumt. Ein irres Gefühl durch diese verschneite Alpenlandschaft zu gondeln.

Links und rechts zehn Meter hohe Schneewände, eine Fahrt wie in der Rodelbahn. Nur die Gletscherstrasse ist leider noch gesperrt ...

Am nächten Tag geht’s dann über die Pustertaler Hochstraße (hieß die so?) bei Arnbach über die Grenze. Meine bella Estrella in bella Italia! Die Alpen hatten wir in den letzten Jahren schon öfter mit den Moppeds bereist, was noch fehlte waren die Dolomiten. So früh im Jahr waren wir allerdings noch nie da. Vielleicht etwas naiv. Jedenfalls fahren wir die Sella-Gruppe im Schneegestöber... macht trotzdem Spaß, wir fühlen uns wie Klacks Leverkus!
 

In Canazei nehmen wir nochmals ein Zimmer um etwas aufzutauen und zu trocknen.
Weiter geht’s über den Monte Grappa . Oben angekommen hätte ich eigentlich eine Souvenir-Bude erwartet. Statt dessen ein riesiges Soldatenmonument, im ersten WK verlief dort eine „wichtige“ Kriegslinie ...
Von Bassano de Grappa aus nehmen wir Kurs auf den Gardasee, das Kitsch-Urlaubsziel schlechthin! In Riva del Garda habe ich 2000 problemlose Km auf der Elli runter.
Den See sowie die wirklich tolle Umgebung, kennen wir schon. So verlassen wir dieses Motorradparadies. Auf Wunsch meiner Freundin geht die Reise in Richtung Toscana weiter.
 

Also erst mal die gähnend langweilige Po-Ebene hinter sich bringen. Obwohl, so ein Arbeitstag könnte noch deutlich schlimmer sein. Das Thermometer steigt nun über 30Grad und wir rollen am schiefen Turm von Pisa vorbei. Dann an der Westküste längs bis Elba. Von dort aus Richtung Florenz, welches nach Venedig die schönste Stadt ist die ich bisher gesehen habe.
In der Toscana gibt es kaum einen Meter Straße der gerade aus führt. Wir geraten in den Rausch der Kurve und wedeln unter Zypressen längs. Oh wie herrlich! Und noch eine Runde Spitzkehren Boogie Woogie!!! JaJaJa!!!

Der Urlaub währt nicht ewig, also zurück Richtung Heimat ...
Wir kommen das zweite Mal am Gardasee an. Aber was ist das? Plötzlich die gewohnte Betriebsamkeit!
Ach so, die Region ist ja bajuwarisches Naherholungsgebiet und es ist Vatertag! Für uns fast ein Kulturschock. 

Wir bekommen auf dem tollen Camping Nanzel in Limone sul Garda noch ein schönes Plätzchen und haben das erste Mal Zeltnachbarn in diesem Urlaub.
Mein Hinterreifen wird langsam zum Slick. Zum Glück haben wir Freunde in München. Nach einem Anruf werden neue Puschen bestellt. Dann kommt der Morgen an dem wir uns das letzte Mal unter Palmen die Zähne putzen. Den Rückweg treten wir über das Penser Joch an. In der Nähe von Bad Tölz sind wir schon am Badesee verabredet. Am nächsten Tag klappt der Reifenwechsel problemlos, die Kleene hat nun Stollis! Wir lassen es uns im Hofbräuhaus gut gehen, meine Freundin kauft im Rausch ein Dirndl (Gelächter).
Und nu ? Es ist kalt, es ist nass. Der Urlaub ist vorbei, wir fahren ab München mit dem Reisezug nach Hause ...

»Probleme« an den Moppeds nach dreieinhalb Wochen und knapp viereinhalbtausend Kilometern:
 
LS 650: Nichts, gar nichts, nullkommanull
 
BJ 250: Der Regler brach vom Halter ab. Jetzt verrichtet er seinen Dienst unterm rechten Seitendeckel.
 
Ansonsten schnurrte sie wie ein Bienchen. Das 15erRitzel wäre vielleicht die bessere Wahl gewesen ... aber so hat man die Pässe hinauf reichlich Zeit die geniale Landschaft zu genießen!
 
Das Kurvenmassaker erfolgt dann Pass abwärts!!!

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